Die Absolventenfeier

Wenn man zu viele amerikanische Komödien geschaut hat stellt mal sich den Uni Abschluss wie folgt vor: Eine schöne Feier mit all seinen Lieben, eine Verabschiedung gemeinsam mit seinen Freunden/Kommilitonen, rührende Reden von Kommilitonen, ein großer Applaus und eine noch größere Feier danach – natürlich in einer schicken Robe. Die Location ist vor einem schönen Gebäude, auf einer Wiese mit vielen Holzstühlen und einer Bühne mit Blumenschmuck.

Bei uns ist es ein ganz kleines bisschen weniger glamourös. Im Audimax darf jeder Student maximal zwei Begleitpersonen mitbringen. Nach einer Ansprache des Dekans, werden die besten Examensarbeiten ausgezeichnet und schließlich folgt die „feierliche Zeugnisübergabe“.
Meine Motivation dieser Absolventenfeier beizuwohnen hält sich aktuell in Grenzen. Da alle meine Freunde noch studieren, werde ich da relativ alleine sitzen und ich glaube das ist kein schönes Gefühl. Jedoch ist es irgendwie wichtig, der ganzen Sache einen gebürtigen Abschluss zu verpassen und die einzige Möglichkeit ist nun mal diese Zeugnisübergabe. Vermutlich bin ich viel zu naiv an diese Situation heran gegangen und ganz eventuell habe ich auch einfach zu viel Gilmore Girls geschaut ;-) Mein Plan ging die ganze Zeit nur bis zum Tag der letzten Prüfung. Nun musste ich mich aber für die Absolventenfeier anmelden und habe dies auch getan.

Auch ein wichtiger Grund, warum ich mich dafür entschieden habe sind meine Eltern.
Die beiden werden sicherlich vor stolz einige Zentimeter wachsen und meine Mama bestimmt auch eine kleine Glückssträhne vergießen <3 und diesen Moment möchte ich ihnen gerne schenken. Denn ohne ihre Unterstützung hätte ich mein Studium niemals so erfolgreich abschließen können. Auch wenn dieser Moment in einem hässlichen Audimax, mit lauter fremden Menschen stattfinden wird.

examensfeier

Der nächste Punkt, über den ich mich derzeit innerlich streite ist meine geplante Examensfeier für den Tag nach der Zeugnisvergabe. Auf diese Feier habe ich mich eigentlich sehr gefreut, aber gerade ist es mir irgendwie zu viel. Die ersten Absagen trudeln ein, das Wetter ist nur mäßig und irgendwie habe ich Angst, dass ich am Ende nur schrecklich enttäuscht bin. Meine Feier nach dem Abi war einfach wunderbar und ist eigentlich kaum zu übertrumpfen.
Meine Mama hängt mir schon seit ein paar Tagen in den Ohren, ich solle mich nun endlich mal entscheiden aber das fällt mir gerade einfach sehr schwer. Vielleicht sollte ich es einfach darauf ankommen lassen, wenn ich nur ein kleines bisschen entscheidungsfreudiger wäre…

Advertisements

2014 – ein Rückblick

Am Ende des Jahres nimmt man sich gerne die Zeit einmal auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken. Da ich dies bei anderen Blogger besonders gerne lese, werde ich nun auch mal meinen Kalender zu Hand nehmen und mit euch auf das vergangene Jahr schauen:

Das Jahr startete etwas holprig. Durch den Unistress und viele Blockseminare abgelenkt kam Ende Januar auch bei mir wieder etwas Ruhe in den Wirbelsturm.

Das Schulpraktikum war ein Highlight von 2014, es war anstrengend und großartig zugleich, einige Einblicke konntet ihr ja hier und hier bekommen.

Geärgert hat mich meine vielen Besuche beim Juwelier wegen meiner defekten Uhr.

Gefreut habe ich mich Justin Timberlake und Robbie Williams live sehen zu dürfen <3

Ich durfte Gast auf einer Polterhochzeit sein und habe im Mai mein letztes Referat an der Uni gehalten.

Wir haben in der WG lustige Abende verbracht und lecker gekocht <3

Eine Freundschaft mit einer meiner ältesten Schulfreundinnen ist wieder in Schwung gekommen, eine andere ganz plötzlich verebbt.

Ich habe ein paar schöne Tage an der Nordsee verbracht und mein Herz an die Herzmuscheln verschenkt.

Wir haben das Fest des Jahres gefeiert – die Weltmeisterschaft * * * *
(und auch die Klausur am Morgen nach dem Finale gerockt!)

Ich habe meine Examensarbeit geschrieben, abgegeben und eine phantastische Note dafür erhalten, 13 Punkte. Ich freue mich heute noch!

Wir haben in der Familie eine Einschulung und eine Hochzeit gefeiert.

In unserer WG fand die beste Überraschungsparty statt, der Abend war wirklich perfekt.

Ich habe einen Aushilfsjob über Weihnachten bekommen und habe mich dort auch sehr wohl gefühlt, auch wenn ich lustige und skurrile Momente erlebt habe.

Ein bisschen Urlaub am Jahresende war auch noch drin, erst war ich in München und dann noch ein paar Tage in Österreich bei Freunden.

Gemeinsam mit meiner Familie habe ich ein wirklich schönes Weihnachtsfest gefeiert.

2014 war ein Jahr mit vielen Lieblingsmomenten und gleichzeitig ein Jahr, in das ich viel investiert habe und mir so manch einen Stein in den Weg gelegt hat. Ich bin wirklich schon sehr neugierig, was die Zukunft für mich bereithalten wird. Die kommenden Monate werden anstrengend und aufregend. Ich freue mich darauf und bin bereit auch 2015 meine Lieblingsmomente festzuhalten:

Foto 2-2 Foto 1-2

Meinen lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich ein wunderbares Fest heute Abend. Egal ob ihr es krachen lasst oder den Abend gemütlich mit Freunden verbringt, lasst es euch gut gehen und seid gewappnet, für die Herausforderungen und Chancen die 2015 für euch bereithält!

Bis nächstes Jahr :-)

Losglück

Damit ich im nächsten Jahr mein erstes Staatsexamen auch endlich abschließen kann fehlen mir noch vier Prüfungen. Zwei mündliche und zwei schriftliche. Davon sind zwei Prüfungen in meinen Hauptfächern Politik und Biologie und zwei in meinen Nebenfächern Psychologie und noch einmal Politik. In den Hauptfächern mussten wir uns selbst um die Zusagen kümmern (>>Autogrammjagd) und in den Nebenfächern werden wir angeblich zugelost.

Seit heute habe ich nun alle meine Prüfer und wurde sogar auch in den Nebenfächern meinen angegeben Wunschprüfern zugelost/zugeteilt. Es wäre schon ein großer Zufall, wenn ich zweimal solch ein Losglück hätte. So ganz einschätzen kann ich den Umfang, die Prüfer/innen und den Ablauf noch nicht. Aber egal, seit heute weiß ich nun wie es weitergeht und sollte mir nun mal langsam Gedanken machen, wie ich die kommenden Monate nun organisieren möchte. Anders als bei der Examensarbeit muss ich nun viel auswendig lernen und das in ganz unterschiedlichen Themenbereichen, ich hoffe ich habe das noch nicht „verlernt“.

In den nächsten Wochen ist noch das ein oder andere Examenskollogium, in deren Anschluss ich dann Literaturlisten bekomme, die ich dann nach und nach abarbeiten muss. Die nächsten Wochen werden also leseintensiv und wieder auf eine andere Art und Weise anstrengend. Trotzdem bin ich gespannt und schaue dank der gewünschten Prüfer/innen nun positiv in die kommende Prüfungsphase.

Gerade freue ich mich über mein Losglück und bin sehr gespannt, wie es nun weitergehen wird.

to be continued…

Autogrammjagd

2004 – Man steht vor seinem großen Idol mit einem Edding in der Hand, voller Hoffnung auf ein Autogramm. Mit 13 Jahren hat man schwitzige Hände, der Herzschlag ist etwas unregelmäßig und die Stimme ist etwas brüchig.

Gleiche Symptome knapp 10 Jahre später.

Vor einem steht jedoch nicht der Sänger von den Backstreet Boys sondern ein etwas älterer, mürrischer Professor.
Man muss um sein Hochschulstudium erfolgreich abzuschließen nämlich nicht nur eine wissenschaftliche Hausarbeit schreiben, nein! Man darf sich im Frühjahr auch noch durch vier Examensprüfungen kämpfen.

Die zuständigen Prüfer in der Fachwissenschaft muss/darf man sich selbst suchen und so steht man dann nach langen abwägen der Vor- und Nachteile der Prüfungsform vor dem „kleineren Übel“ und erbittet seine Unterschrift auf dem heiligen Dokument.
Wenn man Glück hat, sich vor zwei Semester auf eine inoffizielle Liste hat schreiben lassen, er mit dem richtigen Fuß aufgestanden ist und man in der Erinnerungsmail keine Rechtschreibfehler hatte, kann man mit einer Unterschrift und einem Informationszettel rechnen.

In der Didaktik Prüfung wirst du einfach zugelost. Mit einer ernsthaften Berücksichtigung bekannter Dozenten oder behandelten Themen während des Studiums ist dabei nicht zu rechnen. Warum auch. Die Würze mündliche Prüfungen liegt doch in der Aufregung und dem Unbekannten. Nicht.

Wie ihr seht, es bleibt auch in den kommenden Monaten spannend.

GIDF – Google ist dein Freund

Was macht man, wenn man als Student/in eine Frage hat und sie sich selbst nicht beantworten kann?

Vor ein paar Jahren habe ich einem guten Freund wohl auch mal eine „das kannst du mit zwei Klicks bei Google herausfinden“ Frage gestellt und bekam als Antwort: http://www.gidf.de.

Heutzutage ist das aber anscheinend schon grundlegend zu viel verlangt Google zu bemühen oder mal in eine mit zwei Klicks zu findende Modulordnung reinzuschauen. Sich selbst zu bemühen, steht jedenfalls nicht (mehr) auf der Agenda.
Die beste, tollste und einfachste Lösung ist inzwischen unsere Hochschul-internen-Lehramt Facebookgruppe mit fast 6.000 Mitgliedern. Dabei werde ich regelmäßig bestens unterhalten und stets mit der Frage konfrontiert, wie haben diese Studenten nur ihr Studium bisher gemeistert? oder sich überhaupt erfolgreich eingeschrieben? geschweige denn ihr Abitur bestanden?

Damit ihr mit mir lachen könnt, habe ich ein paar meiner Highlights rausgesucht:

1. Typ: Ich bin ein fauler Student, schreibe nicht so gern Prüfungen und wähle generell den einfachsten Weg:

Bildschirmfoto 2014-09-24 um 22.25.07

Typ 1.2: eigene Meinungen kann ich mir nicht bilden und habe auch keinen Mut mal ein Seminar nach Interesse zu wählen

Bildschirmfoto 2014-09-24 um 22.24.50

Typ 2: Ich brauche Aufmerksamkeit oder ich bin zu faul Uni + Bib + *Stadtname* + Öffnungszeiten zu googlen.

 

Bildschirmfoto 2014-09-24 um 22.24.41

 

Typ 3: Ich lese meine Mails nicht und weis nicht, wann ich mich für Studiumsrelevante Veranstaltungen eintragen muss:

 

Bildschirmfoto 2014-09-24 um 22.18.48

Typ 4: Was ist eine Bibliothek?

 

Bildschirmfoto 2014-09-24 um 22.18.02

 

Typ 5: Modulverlaufspläne kann und möchte ich nicht lesen:

Bildschirmfoto 2014-09-24 um 22.17.48

 

und mein absolutes **hilarious** Highlight:

Typ 6: Ohne Worte

Bildschirmfoto 2014-09-24 um 22.16.50

 

 

Ich hoffe ich konnte euch auch ein bisschen unterhalten  ;-)

6/12 Halbzeit? Wann ist das denn passiert?

Mit einem erschreckenden Blick habe ich festgestellt, dass ich morgen Halbzeit „feiere“. Verrückt. Ich habe das Gefühl, ich habe gerade eben erst angefangen meine Gedanken zu sortieren und etwas aufs Papier zu bringen.

Ich hoffe mit dem doch etwas schockierenden Moment eben komme ich in der kommenden Woche etwas besser voran. Die letzte Woche habe ich nämlich nur gearbeitet und Geburtstage gefeiert. Beides wird in der nächsten Woche hoffentlich weniger, zumindest das Arbeiten werde ich definitiv einschränken. Für die nächste Woche stehen nur zwei Arbeitstage an, einen kann ich sogar hoffentlich auf einen halben Tag reduzieren.

In meiner Examensarbeit stehe ich nun an dem Punkt, dass die Vorarbeit der Schulbuchanalyse wie Empirie und theoretische Grundlagen aufgearbeitet sind und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal überarbeitet werden. Heute habe ich mein Analyseraster ausgearbeitet und die Schulbücher ausgesucht, die nun unter die Lupe genommen werden. Außerdem habe ich noch den Wochenplan für die Kalenderwoche 39 aufgestellt! Leider stehen dort auch noch zwei weitere Uni Projekte auf der Agenda, die am 30.09 abgegeben werden müssen. Die werden zwar nun notenmäßig unter der Examensarbeit leiden, aber ich kann mich nun mal nicht teilen.

Bisher bin ich mit meinem Arbeitsprozess einigermaßen zufrieden. Daher lautet mein Halbzeits-Fazit:

–  Sich für jeden Tag eine fest Aufgabe vorzunehmen klappt immer noch ganz gut.
– Ich habe mich endlich getraut, den ersten kleinen mini Teil an meine Mitbewohnerin zu geben. Mit diesem Teil war ich besonders unzufrieden und sie hat mich etwas beruhigt, da sie es sinnvoll geschrieben und gut strukturiert lesen konnte (puh).
– Ich habe eine weitere Bib kennen gelernt
– Unsere Zweigbibliotheken machen mich etwas kirre, da man dort höchstens 7  Tage Bücher ausleihen darf (das nervt!)
– Die Bücher zu verwalten macht prinzipiell ganz schön viel Arbeit. Jede Woche renne ich mehrmals in die Bib, weil ich Bücher holen oder abgeben muss. Von der pünktlichen Verlängerung mal abgesehen.
– Die letzte Sprechstunde verlief ganz gut, ich bin wirklich zufrieden mit der Auswahl meiner Dozentin. Sie gibt mir gute Tipps und auch das Gefühl, ich laufe in die richtige Richtung.
– Noch bin ich von sämtlichen Panikattacken verschon geblieben – allerdings habe ich von meiner Dozentin das Versprechen bekommen, dass sie noch kommen werden. Wir werden sehen :-)

Ihr seht, noch läuft es ganz gut und ich liege noch in meinem selbst gesetzten Zeitplan. Jetzt geht es an die Analyse, ich hoffe ich komme mit meinem Raster zurecht und verliere nicht meine Motivation. Denn:

Foto-2

 

 

 

Examensarbeit – wie geht das?

Das Semester ist nun soweit abgeschlossen, ein Portfolio muss noch fertig geschriebene werden aber das muss gerade noch ein bisschen warten. Jetzt widme ich mich erst mal größeren Herausforderungen, um konkret zu werden: meiner Abschlussarbeit.

Nachdem ich den ersten Schock a lá „es gibt nicht das in der Literatur, was ich mir vorgestellt habe“ überwunden habe, liegen nun einige Bücher vor mir und ich weiß nicht so genau was ich nun machen soll. Ich blättere immer mal so durch und denke ja, dass ist ganz interessant oder das könnte passen aber ich bin noch fern ab von einem roten Faden.

Ich muss mindestens 60 Seiten schreiben und davon soll mindestens 1/3 Theorie sein (könnte von mir aus gerne etwas mehr sein)  und den Rest werde ich selbst erarbeiten bzw. die Schulbücher um die es bei mir gehen soll analysieren. Für diese Analyse brauche ich noch konkrete Kriterien, die mir aber noch etwas schleierhaft sind. Ich werde dafür Montag mal andere Abschlussarbeiten suchen und hoffe, darüber was zu finden. Gestern konnte mir die studentische Aushilfe leider nicht mal sagen, wo die Abschlussarbeiten gelagert werden, hmpf.

Wie habt ihr das denn gemacht bei den Abschlussarbeiten? Aller Anfang ist schwer, aber vielleicht könnt ihr mir ja den ein oder anderen Tipp geben, wie ich die Sache am besten angehen soll.

EDIT: Den zweiten Schock habe ich nun auch verdaut, denn ich war der festen Überzeugung dass die Abschlussarbeit 30% der Gesamtnote ausmacht- falsch gedacht. Es sind gerade mal 10%. Nur ZEHN Prozent. Dafür gilt es sich nun zu motivieren und die Arbeit trotzdem ordentlich abzuschließen.

Foto-5