2014 – ein Rückblick

Am Ende des Jahres nimmt man sich gerne die Zeit einmal auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken. Da ich dies bei anderen Blogger besonders gerne lese, werde ich nun auch mal meinen Kalender zu Hand nehmen und mit euch auf das vergangene Jahr schauen:

Das Jahr startete etwas holprig. Durch den Unistress und viele Blockseminare abgelenkt kam Ende Januar auch bei mir wieder etwas Ruhe in den Wirbelsturm.

Das Schulpraktikum war ein Highlight von 2014, es war anstrengend und großartig zugleich, einige Einblicke konntet ihr ja hier und hier bekommen.

Geärgert hat mich meine vielen Besuche beim Juwelier wegen meiner defekten Uhr.

Gefreut habe ich mich Justin Timberlake und Robbie Williams live sehen zu dürfen <3

Ich durfte Gast auf einer Polterhochzeit sein und habe im Mai mein letztes Referat an der Uni gehalten.

Wir haben in der WG lustige Abende verbracht und lecker gekocht <3

Eine Freundschaft mit einer meiner ältesten Schulfreundinnen ist wieder in Schwung gekommen, eine andere ganz plötzlich verebbt.

Ich habe ein paar schöne Tage an der Nordsee verbracht und mein Herz an die Herzmuscheln verschenkt.

Wir haben das Fest des Jahres gefeiert – die Weltmeisterschaft * * * *
(und auch die Klausur am Morgen nach dem Finale gerockt!)

Ich habe meine Examensarbeit geschrieben, abgegeben und eine phantastische Note dafür erhalten, 13 Punkte. Ich freue mich heute noch!

Wir haben in der Familie eine Einschulung und eine Hochzeit gefeiert.

In unserer WG fand die beste Überraschungsparty statt, der Abend war wirklich perfekt.

Ich habe einen Aushilfsjob über Weihnachten bekommen und habe mich dort auch sehr wohl gefühlt, auch wenn ich lustige und skurrile Momente erlebt habe.

Ein bisschen Urlaub am Jahresende war auch noch drin, erst war ich in München und dann noch ein paar Tage in Österreich bei Freunden.

Gemeinsam mit meiner Familie habe ich ein wirklich schönes Weihnachtsfest gefeiert.

2014 war ein Jahr mit vielen Lieblingsmomenten und gleichzeitig ein Jahr, in das ich viel investiert habe und mir so manch einen Stein in den Weg gelegt hat. Ich bin wirklich schon sehr neugierig, was die Zukunft für mich bereithalten wird. Die kommenden Monate werden anstrengend und aufregend. Ich freue mich darauf und bin bereit auch 2015 meine Lieblingsmomente festzuhalten:

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Meinen lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich ein wunderbares Fest heute Abend. Egal ob ihr es krachen lasst oder den Abend gemütlich mit Freunden verbringt, lasst es euch gut gehen und seid gewappnet, für die Herausforderungen und Chancen die 2015 für euch bereithält!

Bis nächstes Jahr :-)

Vorbei.

Die fünf Wochen Praktikum sind nun seit gut zwei Stunden vorbei und ich frage mich ganz ernsthaft, wo ist die Zeit geblieben? Es kommt mir vor, als habe ich erst vor einer Woche meine Tasche gepackt und bin in das Abenteuer Fachpraktikum gestartet und zack – ist es auch schon wieder vorbei.

Die letzten beiden Wochen waren sehr stressig. Besonders die letzten beiden Tage waren sehr emotional. Gestern ging für mich die Welt noch unter, da vier Jungs meinen kompletten Unterrichtsbesuch gesprengt haben und mich damit ganz tief mit ihrem Verhalten verletzt haben und heute hingegen war ich unheimlich glücklich, da sich die Klasse ganz lieb und herzlich von mir verabschiedet hat und mich eingeladen hat, bald mal wieder vorbei zu schauen.

Wenn ich nun zurück schaue hat mir das Praktikum eine menge gebracht. Ich habe einige Stunden selbst unterrichtet und durfte dort einige spannende Dinge ausprobieren. Aber auch durch das Zusehen bei anderen Lehrern konnte ich eine menge lernen und ich hoffe, dass ich später von diesen Erfahrungen profitieren kann.

Als ich eben die Schule verlassen habe, war ich wirklich ein bisschen traurig. Denn für die nächsten 1 1/2 Jahre rückt der von mir angestrebte Alltag erst mal wieder ein großes Stück ins Abseits. Nun heißt es erst mal noch das sechste Fachsemester über die Bühne zu bringen und dann steht das Examen an. Wenn alles gut geht und ich einen Platz bekomme, gehe ich ab nächsten November für das Referendariat an eine Schule. Das ist aber noch sooo lange. Ich hoffe, dass ich durch meine Tätigkeit als Vertretungslehrerin aber schon bald eine Schule wieder von innen sehen darf!

Denn auch wenn besonders in den letzten Tage einige Höhen aber auch Tiefen gab, so hat sich für mich mal wieder meine Berufswahl bestätigt. Das Arbeiten mit den Kindern macht mir so dermaßen Spaß, dass ich euch jetzt bestimmt einen fünf minütigen Dialog darüber schreiben könnte, warum es in meinen Augen der tollste Beruf der Welt ist. Da kann mir der größte Stinkstiefel der Welt über den Weg laufen, es wird mich nichts davon abhalten, mit großer Freude morgens in das Klassenzimmer zu kommen und gemeinsam mit den Kindern zu diskutieren, ob ein neues Skigebiet in den Alpen gebaut werden soll oder eben nicht.

So bleibt mir jetzt nur zu sagen, dass ich mich riesig auf das freue was noch kommt und euch erst mal ein wunderbares Wochenende zu wünschen!

Alltagsstress einer Praktikantin

Inzwischen bin ich richtig im Praktikum angekommen. Ich unterrichte jetzt momentan 6-10 Stunden in der Woche und das lastet mich auch schon ordentlich aus. Mein Tag besteht aus Schule – Essen – Besorgungen machen – Unterricht vorbereiten und dann schnell schlafen.

Ich habe heute meine Politikeinheit in der achten Klasse begonnen und es hat echt Spaß gemacht, die Kids haben mitgearbeitet und waren voll bei der Sache. Ein äußerst gutes Gefühl! Denn die sechste Klasse, die ich auch noch unterrichte, derzeit komplett am Rad dreht. Da sind die Hormone im kommen, da findet die Schule keinen Platz. Ihr versteht.

Die sechste Klasse unterrichte ich gerade in Erdkunde – ja das ist überhaupt nicht mein Fach. Politik wird aber quasi in einem Verbund mit Erdkunde und Geschichte unterrichtet und so lernen wir gerade alles über die Geographie Europas. Wir lernen auch, dass Belgien nicht im Balkan liegt und Luxemburg mehr als nur eine Stadt ist.
Die verordnete Strafarbeit haben von den vier Kindern übrigens drei nicht gemacht, oh wunder! Jetzt müssen sie (auf Ansage der Klassenlehrerin) nachsitzen. Da steigen meine Sympathiepunkte noch ins unermessliche. Auch hatten nur die Hälfte der Schüler die Hausaufgabe, ich hoffe dass es morgen dann doch einige mehr sind! Denn so arbeitet es sich einfach total schlecht. Auch wenn die Kinder das nicht einsehen wollen- die Hausaufgaben haben durchaus einen Sinn.

Ein Kompliment hat mir eine Schülerin der sechsten Klasse in der letzten Stunde ganz unbewusst gemacht:
Lara: „Frau Maiermüllerschmiiiiiidt, ich muss Sie jetzt mal was fragen!“
(ich dachte schon: oh Schreck, was wird wohl jetzt kommen) „Sind sie jetzt eigentlich schon eine richtige Lehrerin?“
Frau Maiermüllerschmidt: „Nein, noch nicht ganz.“
Lara: „Und warum verhalten sie sich dann wie eine?“

süß, nicht wahr? ;-)

Die russischen Alpen

Heute habe ich meine ersten Unterrichtsstunden an meiner Praktikumsschule gehalten. Die Sechsklässler behandeln gerade das Thema Europa und leider ist ihre Lehrerin derzeit krank, wie lange sie noch fehlt noch dauern wird, entscheidet sich heute Mittag. Dementsprechend entscheidet sich dann auch, wie lange ich diese Klasse noch unterrichten werde.

Da die Lehrerin fehlte, musste ich also alleine in die Höhle des Löwens. Normalerweise sitzt bei den Stunden von Praktikanten immer der Fachlehrer hinten drin. Das ist gleich für zwei Dinge gut. Zum einen sind die Schüler einfach ruhiger, da sie sich beobachtet/bewertet fühlen und zum anderen bekommt man selbst auch danach ein individuelles Feedback. Beides hat mir heute etwas gefehlt, die Arbeitsmotivation der Kids und eine kleine Rückmeldung.

Natürlich haben die Schüler von Anfang an versucht ihre Grenzen und meine Nerven auszutesten. Es wurde geschwatzt, gestört, sich verweigert und viel gemotzt: sie sind Vertretungslehrerin, sie dürfen keine Hausaufgaben geben und so weiter.
Ich habe der Klasse zu Beginn meine wichtigsten Regeln klar und deutlich erklärt und auch deutlich gemach, was sie erwartet wenn sie vermehrt dagegen verstoßen. Da ich nicht selbst gegen meine eigenen Aussagen verstoßen wollte, habe ich sogar vier Schülern eine Extraaufgabe aufgedrückt. Vielleicht denkt ihr jetzt: „die übertreibt total!“, aber ich möchte von den lieben Kleinen (haha – Ironie aus) ernst genommen werden und wenn ich die Extraaufgabe 2x ankündige und dann nicht durchziehe denken sie, sie können mir auf der Nase rumtanzen.
Da es durchaus sein kann, dass ich diese Klasse bis Ende des Praktikums unterrichte, darf ich mir das aber in keinem Falle erlauben. Daher erst mal etwas strenger sein und dann nach und nach die Zügel etwas lockerer lassen. Oder was können mir die „alten Hasen“ da vielleicht für ein Tipp geben? Wäre für eine kurze Rückmeldung hier wirklich dankbar! :)

Rückblickend kann Ich sagen,  dass es dafür dass ich alleine war ganz gut funktioniert hat. Ja, es gab sogar Arbeitsphasen und sie haben mich einigermaßen respektiert. Leider haben sie meinen letzten Arbeitsauftrag so gar nicht verstanden und deswegen  müssen wir das in der nächsten Stunde noch einmal aufgreifen. Aber gut, das war wohl ein Anfängerfehler. Nicht oft genug wiederholt und die Schüler waren auch schon unruhig, da sich das Ende der Stunde genähert hat.

Natürlich gab es auch wieder Highlight Momente, wie zum Beispiel die Ausführung von einem Schüler über die russischen Alpen, wo die Eltern kürzlich Ski fahren waren. Leider konnte ich solche Momente aber heute noch wirklich genießen, da ich schon ganz schön unter Strom stand.

Ich bin gespannt wie lange die Lehrerin noch krank ist und wie dann eventuell die nächsten Stunden aussehen. Ideen habe ich jedenfalls schon ganz viele für eventuell folgende Stunden.

Ihr seht, es bleibt spannend!

1/5 Gut Ding will Weile haben

Jetzt ist die erste Woche schon rum und ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Ich habe diese Woche keine einzige Stunde unterrichtet. Ich sitze hinten drin und bin ziemlich oft kurz davor vor Langeweile einzuschlafen. Das hört sich jetzt vielleicht fies an, aber leider ist es Tatsache.

Ich habe diese Woche schon 4 Filme gesehen, die didaktisch überhaupt nicht aufgefangen wurden. D.h. es gab keinen Arbeitsauftrag dazu. Während dieser Zeit konnte ich die Schüler beobachten wie sie mit ihrem Handy gespielt haben, Zeitung gelesen haben, Briefchen geschrieben haben, geschlafen oder gequatscht haben. Ganz ehrlich: ich hätte es ihnen gerne gleich getan.

Gibt es heute keinen richtigen Unterricht mehr? Ich habe nur wenige Stunden gesehen, in denen die Lehrer scheinbar vorbereitet den Klassenraum betreten. Stattdessen wird ein bisschen was im Buch gelesen, eine Quelle bearbeitet oder Hausaufgaben kontrolliert und dann darüber ganze 45min diskutiert. Dabei wird so lange getrödelt, dass meine Stunden (die ganz eventuell noch mal anstehen) in immer weitere Ferne rücken. und das nervt mich total.

Gestern ist sogar ein Lehrer quasi von mir weggelaufen?! Er hat in den ganzen 90min, wovon mindestens 2/3 in Gruppenarbeiten verliefen, mich genau einmal angesprochen mit: noch fragen? WTF?! Ich habe nein gesagt weil ich auf diese arrogante Art überhaupt nicht klar komme. Pünktlich zum Schulschluss ist er dann aus dem Raum gestürzt und ich konnte ihn auf dem Gang auch nicht mehr auffinden. Sorry, aber das muss ich mir dann auch nicht geben. Wenn er nicht möchte, dass man bei ihm hospitiert, muss er das nur sagen! Machen ja genügend andere Lehrer auch.

Ein kleiner Lichtblick ist, dass ich kommenden Donnerstag eine Doppelstunde unterrichten darf. Eine Lehrerin hat sich den Arm relativ kompliziert gebrochen und wird nächste Woche in keinem Fall unterrichten. Das war also meine Chance, ich habe mich vorgeschlagen, alle waren begeistert und ich bekomme ein bisschen Praxiserfahrung. Zwar ist das nicht optimal, weil ich dann kein Feedback bekomme, aber besser als kein Unterricht. Denn der ist vorläufig noch nicht geplant.

Neben der Tatsache, dass ich nun ein langes Wochenende haben, da wir Montag und Dienstag frei haben (ALAAF) haben mich heute einige Antworten von den Sechsklässlern in der Biologiearbeit aufgeheitert, natürlich habe ich sie für euch festgehalten:

Schödl, Schedelblatte, Schedel oder Kopf - was hätten sie denn gerne?

Schödl, Schedelblatte, Schedel oder Kobf – was hätten sie denn gerne?

Highlight! Ganz eindeutig!

Highlight! Ganz eindeutig!

Pungt Pungt Komma Schtrich, fertig Mondgesicht. ;-)

Pungt Pungt Komma Schtrich, fertig Mondgesicht. ;-)

Seid mir nicht böse, dass ich so viel motze. Ich bin von meinem ersten Praktikum einfach zu verwöhnt. Dort hatte ich nette Mentoren und ich durfte mich ganz vielseitig ausprobieren und hatte überhaupt keine Probleme Hospitationsstunden zu finden. Ich schaue trotzdem optimistisch auf die kommende Woche und wünsche euch bis dahin ein tolles Wochenende!

 

Meine ersten Eindrücke

Ihr Lieben, heute habe ich meinen zweiten Tag an meiner Schule verbracht und natürlich möchte ich euch von meinem ersten Eindruck berichten. Mit gepackter Lehrertasche habe ich mich gestern auf den Weg gemacht. Die Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter fand gemeinsam mit den anderen 25 Praktikanten statt. Wir mussten uns alle einzeln vorstellen und haben danach alle wichtigen Eckpunkte über die Schulphilosophie erklärt bekommen. Nach der Führung durch die Schule wurden wir mit unseren Mentoren zusammengeführt.

Meine "Lehrertasche"

Meine „Lehrertasche“

Und sieh an, ich habe jetzt sogar eine eigene Mentorin, die sogar in der Mittelstufe unterrichtet. Meine alte Klassenlehrerin. Frau Holz hat mich von der 8. bis zur 10. Klasse unterrichtet. Im ernsten Moment dachte ich mir nur: wtf?!
Aber gut, es ist jetzt nicht mehr zu ändern. Frau Holz hat einen Politik Kurs und 2 Bio Kurse, ansonsten unterrichtet sie nur Englisch. Ich soll ihre Achte Klasse eigentlich ab nächster Woche übernehmen, allerdings fällt Dienstag wegen Karneval aus, Mittwoch sind sie Schlittschuhlaufen und darauf den Dienstag schreiben sie eine Arbeit. So viel zum Thema „sie müssen eine gesamte Unterrichtsreihe halten“. Das ist quasi nicht drin, weil es so nur 7 verbleibende Stunden sind, wovon 3 geblockt sind für aktuelle Stunden. Heute habe ich mir die Acht schon mal angesehen und sie schienen ganz nett zu sein, aber es ist nicht gerade hilfreich wenn Frau Holz meinen Vornamen durch die ganze Klasse brüllt und mich bittet das Fenster zu schließen.

Ihr merkt schon, meine Begeisterung hält sich irgendwie in Grenzen. Frau Holz feiert dieses Jahr ihr 35. Dienstjubiläum und nunja, ihre didaktischen Prinzipien feiert wohl mit. So wird das Hospitieren schnell langweilig und die Zeit wollte heute schon nicht so richtig umgehen.

Ich bin gerade auf der Suche um noch bei weiteren Lehrern zu hospitieren und hoffe, dass ich damit morgen etwas mehr Erfolg habe! Ich wünsche mir einen Lehrer, der in den letzten 3-5 Jahren sein Referendariat abgeschlossen hat und von dem ich mir ein bisschen was abschauen kann. Gerade verstecken sich noch einige Lehrer in ihren Teamzimmern, denn viele habe ich noch gar nicht entdecken können. Mal sehen wann die sich endlich heraus trauen ;-)

Morgen schaue ich mir eine 9 in Bio an, vielleicht darf ich die ja übernehmen. Denn auch wenn es mein Politik Fachpraktikum ist, möchte ich nur weil Politik schwierig wird, nicht ganz aufs unterrichten verzichten. Frau Holz hat schon angekündigt, dass ich den anderen Biokurs in keinem Fall übernehmen darf, auch nicht zum Teil. Hmmpf.

Wirklich schön sind die Reaktionen meiner alten Lehrer, denn die reagieren ziemlich positiv auf mich. Mein alter Chemie Lehrer hat mich mit: „Herzlich Willkommen auf der dunklen Seite der Macht“ begrüßt :D Ich habe schon viele nette Gespräche gehabt und freue mich schon auf noch folgenden Gespräche, mit den Lehrern die sich gerade noch in ihren Teamzimmern verstecken!

Ich hoffe jetzt einfach mal auf das Beste!

Morgen Kinder!

Morgen Kinder wird´s was geben. Morgen geht es los.

Gerade sitze ich auf meinem Bett und bin nur so semi begeistert. Die Vorstellungen meinen ganzen Lehrern aus der eigenen Schulzeit zu begegnen weckt nicht nur positive Emotionen. Zudem habe ich keine wirkliche Mentorin, da die liebe Frau, die sich für mich auf die Liste schreiben lassen hat, gar kein Politik in der Mittelstufe unterrichtet. Ich also morgen auf Lehrerfang gehen muss- doch das ist nicht so einfach, denn bei uns an der Schule gibt es Teamzimmer. Das heißt jeder Jahrgang hat zusätzlich zu dem großen Lehrerzimmer noch einen eigenen Raum. So ist es natürlich nicht sonderlich einfach Lehrer/innen zu finden.

Natürlich gibt’s aber auch einige Vorteile, ich bin in gut 10min an der Schule und kenne mich natürlich super aus. Es gibt keine Ecke, die ich im Laufe der 9 Jahre nicht kennengelernt habe. Bis auf Teile des Lehrerzimmers, aber dieses Mysterium wird sich morgen dann ja auch endlich lüften ;-)

Bin ich zu pessimistisch? Ich freue mich wirklich darauf, endlich wieder ein bisschen Praxisluft zu schnuppern, aber es gibt halt auch einige Punkte, die meine Vorfreude ein bisschen hemmen.

Ihr seid also herzlich eingeladen, mir morgen früh die Daumen zu drücken, dass ich einen guten Start habe und kein Problem habe, Lehrer zu finden bei denen ich hospitieren darf. Auch nicht zu vergessen, dass hoffentlich die anderen Praktikanten auch nett sind. Bei meinem letzten Praktikum waren wir eine richtig super Gruppe und haben uns gegenseitig unterstützt und aufgemuntert wenn es mal nicht so lief. Das war wirklich super viel wert, dieses mal kenne ich noch Niemanden. Ich bin sehr gespannt!

Natürlich habe ich versucht mich gut auf morgen vorzubereiten. Ich habe mein Schreibtisch aufgeräumt, alle Unterlagen des vergangenen Semesters abgeheftet und mir einige Fachbücher für den Politikunterricht ausgeliehen. Ich habe mir sogar die Bildungsstandards, den Lehrplan und die Operatoren binden lassen, so dass ich sie mir nicht zum 100x ausdrucken muss. Wenn ihr euch nun wundert, dass ich die ganze Zeit nur von Politik spreche und Biologie ziemlich vernachlässige, liegt es daran dass es mein Fachpraktikum ist und ich dies in Politik absolviere. 

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Jetzt packe ich gleich noch meine Schultasche und dann kann es losgehen. Wird schon werden, richtig? :-)