Advent, Advent..

…ein Lichtlein brennt.

Habt ein wunderbares erstes Adventswochenende!

Ich habe nun erst mal noch ein paar Tage Auszeit. (Nein lieber Einbrecher, ein Einbruch lohnt sich nicht- meine Mitbewohner bewachen unser Hab und Gut ;-) 

In einer Woche wird der Alltag mich sehr schnell wieder haben: 13x arbeiten bis Weihnachten, noch schnell Geschenke besorgen und Beginnen mit der Prüfungsvorbereitung für das kommende Jahr. Daher wird jetzt ganz bewusst noch einmal genossen, dass sich keine Last auf den Schultern befindet.
Macht es euch ruhig und besinnlich und immer daran denken, in vier Wochen und ein bisschen ist der ganze Spuk schon wieder vorbei.

Bis dahin ganz viele Plätzchen backen und essen und die klare Luft bei einem ausgiebigen Spaziergang genießen!

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Erst Zivilcourage dann Koma

Einige von euch haben es heute bestimmt schon gelesen. In der Nähe von Frankfurt hat eine 22 jährige Lehramtsstudentin mitbekommen, wie zwei Mädels von drei Typen in einem Lokas belästigt wurden. Daraufhin ist sie eingeschritten und konnte Schlimmeres verhindern.

Beim Verlassen des Lokals wurde sie zunächst verbal und schließlich auch massiv körperlich verletzt. Nun liegt sie im künstlichen Koma und muss um ihr Leben kämpfen.

Ich könnte schreien vor Wut! Man zeigt Zivilcourage und macht sich für andere stark und liegt schließlich im Koma. Das macht mich so unfassbar wütend, dass ich gerade wirklich zweifle! In was für einer Gesellschaft leben wir? Muss man heutzutage Angst haben den Schädel gebrochen zu bekommen, wenn wir uns nicht alles gefallen lassen oder uns für Schwächere einsetzen?

Wenn dann noch ein Freund der Täter bei Facebook postet, dass die Medien diesen Fall als Propaganda nutzen würden und er ja schließlich „betrunken und nicht im Bewusstsein“ war und „es könnte jeder Gruppe von Jugendlichen passieren wenn eine Frau die Ehre beschmutzt“ könnte ich wirklich wirklich wirklich ausrasten.

Ich wünsche Tugce von Herzen eine zügige und vollständige Genesung.

Wir alle sollten uns trotzdem ein Beispiel an Tugce nehmen und weiterhin hinsehen! Und uns stark für diejenigen machen, die unsere Hilfe brauchen.

und noch ein Job.

Ich habe ja schon angekündigt, dass ich über die Weihnachtssaison einen weiteren Job angenommen habe.

Schon die vergangenen beiden Jahre habe ich mich in einem Buchgeschäft bei uns im Ort beworben, beide Male habe ich nicht mal eine Rückmeldung bekommen. Irgendwie hat es mich genervt und geärgert, nicht mal zu wissen warum mal nicht in die engere Auswahl gekommen ist, auch wenn das bei den meisten Bewerbungsverfahren so abläuft.

Dieses Jahr hat mich meine Oma auf den Aushang „Weihnachtsaushilfen gesucht“ aufmerksam gemacht und ich dachte mir, alle guten Dinge sind drei. Also habe ich meine Bewerbung geschrieben, meinen Lebenslauf aktualisiert und sie dieses mal nicht persönlich abgegeben sondern per Post geschickt (vielleicht fanden sie mich auch einfach hässlich?). Bei dem Einwurf in den Briefkasten habe ich dann gemerkt, dass ich nicht mal ein Foto beigefügt habe. In dem Moment habe ich schon mit der Bewerbung abgeschlossen, unvollständige Bewerbungen würde ich auch nicht berücksichtigen. Um so positiver überrascht war ich, als ich einige Wochen später einen Anruf bekommen habe ob ich mich persönlich vorstellen möchte.

Natürlich wollte ich. Mein erstes richtiges Bewerbungsgespräch, dachte ich zumindest. Das war es jedoch nicht. Wir haben kurz über meine Arbeitserfahrung gesprochen und über meine Verfügbarkeit. Dann war ich noch so ehrlich, ihr von meinem Urlaub ende November zu erzählen und sie sagte, es sei kein Problem wenn sie das früh genug wüsste. Oookay. Keine Frage über die aktuelle Bestsellerliste, meine Lieblingsbücher oder mich. Keine Stärken und Schwächen oder „was würden Sie tun wenn“ Szenarien. Bevor ich etwas fragen konnte sagte sie noch, dass ich 8,50€ verdienen werde und die Schichten meistens zwischen vier und sechs Stunden dauern, in Ausnahmefällen auch mal länger. Okay, klingt gut. Meine persönliche Grenze lag bei 8€.
Sie würde sich im Laufe der Woche melden, wann wir den Vertrag unterzeichnen würden. Das war es. War das nun schon eine Zusage? Im Nachhinein stellte sich heraus, ja das war es.

Inzwischen habe ich meine Einarbeitungsschicht erfolgreich absolviert (wird das eigentlich auch bezahlt?) und kann sagen, es macht Spaß. Meine Hauptaufgaben werden im Bereich des Kassierens und des Einpackens liegen. Meine Kollegin war ganz froh, dass ich keine Panikattacke bekomme wenn eine Kundin mit 100€ bezahlen möchte und ich ganz gut Konversation betreiben kann. Das stundenlange Stehen ist anstrengend, fällt einem aber erst auf wenn man sich danach hinsetzt.

Ich freue mich auf den Dezember und meine Schichten im Bücherparadies, ganz früher wollte ich Kassiererin werden, dieses Geräusch beim Einscannen hat mich fasziniert. Nun bin ich es für einen Monat und halte das für einen guten Kompromiss. Außerdem bekomme ich wohl sogar ein paar Prozente *jubel*, ich werde mir daher wohl ein paar Bücher für die Uni kaufen, aber nur ein paar! Ich möchte ja nicht mein gesamtes verdientes Geld wieder ausgeben :-)

Ich wurde nun auch in das Geheimnis der schicken Buchverpackung eingeweiht, ist gar nicht mal so schwer und sieht schick aus.

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Das (traurige) Fest der Hilfsbereitschaft

Jedes Jahr am 11. November rasten um 11.11h alle karneva-lwütigen Menschen aus wird an den hilfsbereiten St. Martin und seinen roten Mantel erinnert.

Heute Morgen habe ich in dem Vertretungsunterricht an einer Grundschulklasse daher die Geschichte rund um den heiligen St. Martin vorgelesen und an der Quintessenz der Hilfsbereitschaft erinnert.

Am Ende der Geschichte fragte mich Kevin, was Hilfsbereitschaft sei. Ich fragte in die Runde, ob das Jemand erklären könne und daraufhin meldete sich Lisa uns stellt klar, dass wenn sie ihrem Papi nach Aufforderung Mittags um Zwei eine weitere Flasche Bier bringe, sie hilfsbereit wäre.

Das Unterrichten an einer Förderschule ist leider nicht immer nur witzig und anstrengend sondern auch beklemmend und einfach unendlich traurig. Ich wünschte, ich könnte den Kleinen helfen und ihre Welt ein Stück besser machen.

Der traurige Taubentod

Seid ihr auch so ein großer Fan von Alliterationen? Beispiele wie der „sensible Sockenträger“ oder die „gelockte Gebäudereinigerin“ sind spätestens seit Schwiegertochter Gesucht wohl bekannt und bestens geeignet für ein nettes Trinkspiel am Sonnabend.

Der traurige Taubentod ist nicht weniger dramatisch als es die Bloßstellung der Kandidaten bei Schwiegertochter gesucht ist, aber das ist ein anderes Thema.

Neulich in der Innenstadt:

Die sechsjährige Sabine spielt stundenlang (okay jetzt reicht es) Taubenerschrecken. Dabei springt sie vor die Tauben und diese flattern nervös davon. Nicht so letzte Woche, mit Anlauf peilt Sabine die Taube an, springt und trifft. Leider ist die Taube nicht weggeflogen und Sabine war dann doch schon etwas zu schwer. Samt Federn und Blutspuren rennt die sensible Sabine zu ihrer Mama, die sie dann nur schnell von der Taube wegzieht.

Ob man in diesem Moment loslachen oder losweinen sollte, ich weis es nicht.

Examensarbeit – Fertig

Heute war es endlich soweit. Nach Wochen der Recherche, des Analysierens und des Schreibens
konnte ich meine Examensarbeit heute abgeben.

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Und ich kann sagen, dass ich prinzipiell zufrieden bin. Natürlich hätte man immer noch etwas verbessern können oder hier und da noch etwas ergänzen oder fachwissenschaftlicher formulieren können. ABER der ganze Spaß ist auf 12 Wochen beschränkt und das heißt, irgendwann muss es auch mal gut sein. Dann muss man den Inhalt einfach hinnehmen und dazu stehen und das tue ich auch. Ich bin stolz auf mein Durchhaltevermögen und meine positive Einstellung in den letzten 12 Wochen, beides hätte ich mir zu Beginn nicht unbedingt zugetraut.

Zurückblickend war der Schreibprozess gar nicht schlimm. Ich habe mich konsequent an meine Organisationsschemata gehalten und so konnte ich beinahe jeden Tag etwas von meiner To do Liste abhaken. Mir hat es unheimlich geholfen klein-schrittig vorzugehen und nicht nur das große Ganze zu sehen. Bis auf eine mittlere Krise gestern habe ich die Zeit auch gut überstanden :-)

Jetzt bin ich einfach nur glücklich, dass es erstmal rum ist und ich mich nun erstmal anderen Dingen widmen kann bevor ich im kommenden Jahr mit den Klausurvorbereitungen starte. Geplant ist nun erst mal shoppen (morgen), ausschlafen und nichts tun (am Wochenende), arbeiten (habe noch keinen Dienstplan, aber einen neuen Job. Ich werde bald davon berichten) und dann steht auch noch ein mini-Urlaub an (ende November).

Somit wäre das Thema Examensarbeit erstmal beendet und ich danke euch für eure lieben Worte in den vergangenen Wochen.

Worte die mich auch sehr gefreut und zugleich das größte Kompliment waren, stammen von meiner Mitbewohnerin. Sie hat gesagt, dass sie etwas neidisch wäre, da ich die Arbeit nun schon geschrieben hätte und sie ihr dann auch noch so gut gefallen würde. Das war wirklich sehr lieb  ♥