Secret Agent

Ich habe ja schon in meinem letzten Artikel angedeutet, dass mein Nebenjob etwas mit der Deutschen Bahn zu tun hat und ich auch öfter mal mit Beschwerden zu tun habe.

Am Freitag kamen zwei auf den ersten Blick sehr nette Männer im mittleren Alter in unser Geschäft und wollten eine Fahrkarte an den Bodensee kaufen. So preisgünstig und schnell wie möglich- also alles wie immer. Ich habe den Beiden dann in einem lockeren Verkaufsgespräch alle möglichen Optionen genannt und ihnen auch vorgeschlagen eine BahnCard zu kaufen, da sie so am günstigen fahren. Dieses Gespräch dauerte knapp 15 Minuten und am Ende des Gespräches sagte einer der Männer dann, dass er gestehen müsse das er nicht vorhabe heute eine Karte bei mir zu erwerben. 
Ich war dann irritiert und fragte etwas genervt, ob er sich die Karten nun im Internet holen würde. Dies verneinte er jedoch mit einem Lächeln und stellte sich vor als PRÜFER des Eisenbahn Bundesamtes. Meinen Blick daraufhin könnt ihr euch ja ungefähr vorstellen und in diesem Moment setze auch direkt die Panik ein. Habe ich auf alles hingewiesen? War ich nicht zu „offen“, denn ich mache auch ganz gerne mal einen Spaß während ich mich unterhalte. Die wichtigste Frage war aber, war ich kompetent genug? Habe ich „bestanden“ oder bekomme ich/ bekommen wir als Firma nun Ärger?

Als ob es nicht schon schlimm genug gewesen wäre im Kopf das Gespräch zu reflektieren wurde ich direkt danach noch zu den Fahrgastrechten der Deutschen Bahn abgefragt. Ich kenne zwar die Basics aber da ich dort „nur“ als Aushilfe arbeite weiß ich ehrlich gesagt auch nicht alles. Ich habe gesagt was ich wusste und habe auch zugegben, wenn ich etwas nicht wusste und gleichzeitig darauf hingewiesen dass ich aber jederzeit bei Unsicherheiten meine Chefin fragen würde, gerade wenn es um Auszahlungen etc. gehe.

Im Endeffekt lief es gut, sie haben meine freundlich, lockere Art in dem Kundengespräch gelobt und haben mir quasi attestiert, dass ich wirklich den günstigsten Preis herausgesucht und auch angeboten habe. Über die Dinge die ich nicht auswendig wusste (und nicht zufällig richtig geraten habe) konnte ich wenistens sagen wo ich sie nachlesen könnte und somit war alles gut. Die Firma bekommt dann wohl noch mal in den nächsten Wochen Post aber sie haben gesagt, dass alles zu ihrer Zufriedenheit gelaufen sei.

Trotzdem war der Moment des: „Ich bin vom Eisenbahn Bundesamt“ nicht ganz so super. Obwohl ich ja froh bin, dass ich es vorher nicht wusste sonst wäre ich wohl nicht so entspannt an dieses Verkaufsgespräch gegangen, aber so unangekündigt ist schon echt etwas gemein!

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3 Gedanken zu “Secret Agent

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