Nimm dir Zeit

Nimm dir Zeit zum Träumen, das ist der Weg zu den Sternen.
Nimm dir Zeit zum Nachdenken, das ist die Quelle der Klarheit.
Nimm dir Zeit zum Lachen, das ist die Musik der Seele.
Nimm dir Zeit zum Leben, das ist der Reichtum des Lebens.
Nimm dir Zeit zum Freundlichsein, das ist das Tor zum Glück.

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In den nächsten Tagen werde ich noch etwas Ruhe und Kraft tanken, bevor ich dann mein letztes Semester beenden werde und in die Prüfungsphase starten werde.

Ich sende euch jetzt schon mal eine Brise Seeluft, habt ein paar schöne Tage!

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Es knallt, Jemand brüllt…

Es knallt, Jemand brüllt, es knallt wieder, eine Flasche fällt zu Boden.

Sie wacht auf und schaut auf die Uhr: 3.36 es knallt erneut, die Hände beginnen zu zittern. Sie steht vorsichtig auf und öffnet leise die Zimmertür. Ihre Mitbewohnerin steht schon im Flur. Jemand schreit erneut. Die Blicke treffen sich: sie wählt die 110, diese Woche schon zum zweiten Mal.

Dann wird es verdächtig still, im Treppenhaus hört man Schritte. Es ist in der ganzen Wohnung dunkel, nur im Treppenhaus flackert manchmal ein Licht, würde man nicht den kalten Boden an den Füßen spüren könnte man hoffen, es sei ein Albtraum.

Dann brüllt er wieder, es ist wieder er. Eindeutig. Dann wird es still, die Polizei öffnet unten die Haustür und man hört Stimmen die sich erheben. Viele Schritte im Treppenhaus. Die Beiden hoffen, dass sie ihn dieses Mal mitnehmen. Am Fenster, versteckt hinter dem Rollladen versucht man einen Blick auf die Situation zu werfen. Inzwischen sind es zwei Streifenwagen. Er stolpert über die Straße in den Hof und der Polizist fragt, wo denn die Beweismittel liegen würden und er führt ihn zum Sperrmüll „alles voller Leichen, ich habe 17 Leichen gezählt und in dem Auto ist noch eine Leiche“. In dem Hof steht nur ein einziges Auto, ihr Auto. Er zeigt auf die Wohnung der beiden Frauen „hier wohnen Monster, fahrradfahrende Monster“.

In dem Moment fährt ein Krankenwagen vor. Er währt sich „im Keller ist ein Todeskerker“ faucht er während man seine Arme festbindet „ich will euch die Wahrheit zeigen und ihr sperrt mich ein“ brüllt er bevor sich die Türen des Krankenwagens schließen.

 

Und immer noch fühlt sie den kalten Boden unter den Füßen und wünscht sich, es wäre ein Albtraum

Zwischen ein bisschen Freude und viel Leid

Heute habe ich nach meinem letzten Referat Anfang Mai, meine letzte Seminargestaltung gemeinsam mit meiner Besten erfolgreich über die Bühne gebracht und mich dabei noch mal intensiv mit Adorno, Horkheimer und Marcuse beschäftigt. Auf der einen Seite bin ich traurig, weil ich weiß dass es unsere letzte gemeinsame Aktion an der Uni war aber natürlich freue ich mich auch über einen weiteren Schritt in Richtung erstes Staatsexamen.

Auf den positiven Part dieses Mittags wollte ich mit meiner Besten anstoßen und die Sonne ein bisschen genießen, bis und zwei Kommilitoninnen todesbetrübt auf dem Flur der Uni entgegenkamen. Mit den Beiden hat mein Studium quasi begonnen und es waren meine ersten Kontakte an der Uni. In der Einführungsvorlesung habe ich mich einfach neben sie gesetzt und wir haben direkt ein bisschen gequatscht und uns gut verstanden. Ich habe einige Wochenendseminare gemeinsam mit ihnen gemeistert und mich durch Referate gekämpft. Seit heute ist klar, dass sie ihr Politikstudium nicht fortführen können.

In unserem Studium gibt es eine Prüfung, die man nur ein einziges Mal wiederholen darf und wenn man diese zweimal nicht besteht wird ein Antrag auf Exmatrikulation gestellt. Gestern haben die Beiden erfahren, dass es auch im zweiten Durchgang nicht gereicht hat. Statt der nötigen fünf Punkte haben sie nur vier.

Ich habe diese Prüfung zum Glück schon im vergangenen Oktober geschrieben (vielleicht erinnert sich noch Jemand an diese Phase). Ich bin wirklich so froh, dass ich diese Prüfung nicht herausgeschoben habe und direkt angetreten bin.

Trotzdem macht es mich heute einfach so traurig, dass es für die Beiden nun vorbei ist und nicht mal klar ist, ob sie überhaupt an der Uni bleiben dürfen oder ganz exmatrikuliert werden. Mit einer von Beiden wollte ich im Sommer parallel die Examensarbeit schreiben und nächstes Frühjahr das Examen überstehen. Es tut mir wirklich so leid!

Das sich die Lebensplanung so schnell ändern kann finde ich wirklich krass und ich wünsche den Beiden von Herzen, dass sich ganz schnell eine neue Tür öffnet.

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Secret Agent

Ich habe ja schon in meinem letzten Artikel angedeutet, dass mein Nebenjob etwas mit der Deutschen Bahn zu tun hat und ich auch öfter mal mit Beschwerden zu tun habe.

Am Freitag kamen zwei auf den ersten Blick sehr nette Männer im mittleren Alter in unser Geschäft und wollten eine Fahrkarte an den Bodensee kaufen. So preisgünstig und schnell wie möglich- also alles wie immer. Ich habe den Beiden dann in einem lockeren Verkaufsgespräch alle möglichen Optionen genannt und ihnen auch vorgeschlagen eine BahnCard zu kaufen, da sie so am günstigen fahren. Dieses Gespräch dauerte knapp 15 Minuten und am Ende des Gespräches sagte einer der Männer dann, dass er gestehen müsse das er nicht vorhabe heute eine Karte bei mir zu erwerben. 
Ich war dann irritiert und fragte etwas genervt, ob er sich die Karten nun im Internet holen würde. Dies verneinte er jedoch mit einem Lächeln und stellte sich vor als PRÜFER des Eisenbahn Bundesamtes. Meinen Blick daraufhin könnt ihr euch ja ungefähr vorstellen und in diesem Moment setze auch direkt die Panik ein. Habe ich auf alles hingewiesen? War ich nicht zu „offen“, denn ich mache auch ganz gerne mal einen Spaß während ich mich unterhalte. Die wichtigste Frage war aber, war ich kompetent genug? Habe ich „bestanden“ oder bekomme ich/ bekommen wir als Firma nun Ärger?

Als ob es nicht schon schlimm genug gewesen wäre im Kopf das Gespräch zu reflektieren wurde ich direkt danach noch zu den Fahrgastrechten der Deutschen Bahn abgefragt. Ich kenne zwar die Basics aber da ich dort „nur“ als Aushilfe arbeite weiß ich ehrlich gesagt auch nicht alles. Ich habe gesagt was ich wusste und habe auch zugegben, wenn ich etwas nicht wusste und gleichzeitig darauf hingewiesen dass ich aber jederzeit bei Unsicherheiten meine Chefin fragen würde, gerade wenn es um Auszahlungen etc. gehe.

Im Endeffekt lief es gut, sie haben meine freundlich, lockere Art in dem Kundengespräch gelobt und haben mir quasi attestiert, dass ich wirklich den günstigsten Preis herausgesucht und auch angeboten habe. Über die Dinge die ich nicht auswendig wusste (und nicht zufällig richtig geraten habe) konnte ich wenistens sagen wo ich sie nachlesen könnte und somit war alles gut. Die Firma bekommt dann wohl noch mal in den nächsten Wochen Post aber sie haben gesagt, dass alles zu ihrer Zufriedenheit gelaufen sei.

Trotzdem war der Moment des: „Ich bin vom Eisenbahn Bundesamt“ nicht ganz so super. Obwohl ich ja froh bin, dass ich es vorher nicht wusste sonst wäre ich wohl nicht so entspannt an dieses Verkaufsgespräch gegangen, aber so unangekündigt ist schon echt etwas gemein!

Hohn und Spott

Vor unserem Geschäft steht eine Sitzbank und ein ein Aufsteller für Plakate. Als ich heute morgen an die Arbeit gekommen bin, sah sich mein geschätzter Arbeitskollege nicht in der Lage, diese Gegenstände vor die Tür zu tragen da er seine rechte Hand schonen wollte.

Der Grund: Der wehrte Herr war gestern schwer auf Achse und hat, um dem Weibchen seiner Wahl zu imponieren versucht auf einen Hau den Lukas zu hauen/schlagen und nun ganz furchtbare Schmerzen im Handgelenk. Sein schmerzverzehrtes Gesicht hat sein Objekt der Begierde wohl aber leider abgeschreckt oder vielleicht doch eher seine nervtötende Art? und somit hat sich der Aufwand nicht mal gelohnt.

Aber wie heißt es noch einmal: Wer den Hohn hat braucht für den Spott nicht zu sorgen:

Jedenfalls habe ich dann nur gesagt, dass er vor einigen hundert Jahren noch der natürlichen Selektion zum Opfer gefallen wäre, weil er nun ja nicht mehr richtig jagen könne. Er fand das nur so mittelmäßig lustig, meine Kollegin und ich wiederum äußerst lustig. Nunja, da muss der Arme nun durch, warum macht er auch so etwas?