Berichte

Wenn man Studenten beschäftigen möchte, lässt man sie unnütze Berichte schreiben.

Gerade habe ich das Vergnügen gleich zwei Berichte schreiben zu müssen. Zum einen wäre da der Bericht für das vergangene Fachpraktikum, da habe ich heute schon mal ganz motiviert die Gliederung erstellt, damit ich dann die Textbausteine nach und nach einfügen kann und schließlich von Word automatisch ein Inhaltsverzeichnis erstellen lassen kann – total cool, dass ich schon im sechsten Semester verstanden habe wie das funktioniert und mich in den vorherigen Hausarbeiten immer mit einem Inhaltsverzeichnis abgemüht habe. Zum anderen wäre da auch noch der Bericht über das Betriebspraktikum.

Bevor man anfangen darf, als Lehrer zu arbeiten muss man nämlich mal so etwas richtiges gearbeitet haben und das dann bitte acht Wochen lang in deinen Semesterferien in der Vorlesungsfreien Zeit. So zumindest die Begründung seitens dem Amt für Lehrerbildung. Die Frage, ob das Lehren an Schulen nichts richtiges sei, möchte ich an dieser Stelle mal mit einem Augenrollen so stehen lassen.

Jedenfalls hoffe ich, dass ich mir das Praktikum durch meinen Nebenjob anrechnen lassen kann. Kriterium für das Betriebspraktikum ist nämlich, dass es nichts „soziales“ sein darf. Anscheinend sind Jobs wie Kindergärtnerin, Arzthelferin und das Leiten von Feriencamps auch kein richtiges Arbeiten. Da dies zumindest auf meinen Job schon mal nicht zutrifft, werde ich mein Glück einfach mal versuchen und hoffen, dass das Geben von Auskünften für den Nah- und Fernverkehr nicht auch zu sozial ist. Damit auch die Herrschaften auf dem Amt für Lehrerbildung verstehen, wie wenig sozial dieser Job ist, habe ich in der Reflexion ganz genau beschrieben, wie oft ich schon beleidigt wurde, da die Deutsche Bahn Verspätung hatte oder es einen Zugausfall gab. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, habe ich ja auch sonst nichts anderes zu tun, außer Bäume auf die Gleisen zu werfen und Leitungsschaden zu verursachen ;-)

Heute habe ich es mir auf dem Balkon nett gemacht und ein bisschen über meine Tätigkeit geschwafelt und zack- hatte ich die acht Seiten gefüllt. Ich bin mir sicher, dass die Melone und die Bananenmilch mich dabei ganz hervorragend unterstützt haben. Die kommenden Tage möchte ich mich dann auch intensiver mit meinem Praktikumsbericht beschäftigen, damit ich wieder einen Punkt auf meiner Uni-To Do Liste abhaken kann.

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3 Gedanken zu “Berichte

  1. Das mit dem Betriebspraktikum wusste ich gar nicht! Finde ich aber ehrlich gesagt auch nicht so sinnvoll. Irgendein Praktikum haben wir ja alle in der Schule gemacht (ok, ich habe meins in meiner alten Grundschule gemacht, aber das ist wohl eher die Ausnahme :)) und nebenher jobben gehen ja auch die meisten Studenten..

  2. oh, spannend… du arbeitest für die bahn?

    warum ihr „asozialen“ beschäftigungen nachgehen sollt, muss ich nicht verstehen, oder? komische sache…

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