Referat des Schreckens

Zu Beginn des Semester habe ich schon einmal angedeutet, dass mir ganz unangenehmes Referat bevor steht. Zum einen war das Thema etwas langweilig und sehr theoretisch. Das weit aus größere Problem war aber mein Referatspartner.

Er ist um einiges älter als ich und in seinem Verhalten einfach unsagbar anstrengend. Wenn es nach ihm geht, gewinnt die Person mit den meisten Fremdwörtern und erwähnte ich schon, dass er während eines Gespräches gerne beginnt zu zittern? Anscheinend bin ich doch sehr angsteinflößend ;-)
Beim letzten Vorbereitenden Treffen verklickerte er mir dann ziemlich deutlich, dass er mindestens 13 Punkt erreichen möchte. Unterschwellig hieß das also: Streng dich an.

Heute war dann also der Tag an dem wir referieren mussten. Ich hatte die erste Hälfte und er die zweite Hälfte ausgearbeitet. Ich begann und es klappte wirklich gut. Ich musste kaum auf die Karteikarten schauen und fühlte mich erstaunlicher weise recht wohl. Sogar meine Kommilitonen haben nicht alle geschlafen und ein bisschen mitgedacht und mitgearbeitet. Natürlich hätte ich es bestimmt auch noch besser machen können, aber ich war fachlich und methodisch wirklich zufrieden.

Im Anschluss durfte dann Daniel übernehmen und ich bin fast vom Glauben abgefallen. Er stellt sich in die letzte Ecke und ließ mehr oder weniger seine Folien vor, natürlich gespickt mit vielen Fremdwörtern, so dass unsere Kommilitonen nicht wirklich folgen konnten. Viel mehr brache ich dazu wohl gar nicht sagen, ich war einfach nur wütend.
Ich gebe mir wirklich Mühe und er macht SO etwas. Natürlich fiel in unserer Reflexion mit dem Dozenten auch die Sprache auf die unterschiedliche Leistung bei der Art des Vortragens, aber wir bekommen ja schließlich eine Gruppennote und bla bla.

Wir haben noch ein sehr gut bekommen, was mich nach seinem Feedback wirklich wundert, aber ich ärgere mich trotzdem. Ich hätte von ihm einfach deutlich mehr erwartet, nach dem er mich ja irgendwie schon unter Druck gesetzt hat. Ich meine damit absolut nicht die Note, aber das Menschliche.

Was nun zählt ist aber, dass ich es geschafft habe und auch gut gemeistert habe. Man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben.

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Ein Gedanke zu “Referat des Schreckens

  1. wie schrecklich… solche typen nerven ungemein. erst druck machen und stressen und dann selbst nix ordentliches vorweisen. zum glück ist das vorbei!

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