A Long Way Down

Gestern habe ich mir „ A Long Way Down“ im Kino angesehen und ich muss heute darüber schreiben, da mir der Film sehr gut gefallen hat und Gedanken hervorruft, die sich jeder in gewissen Abständen mal machen sollte.

Ich bin ein großer Film von Nick Hornby und habe alle seine Bücher gelesen. Ich warte schon seit einiger Zeit auf einen neuen Roman, aber leider vergeblich. Dafür ist die Verfilmung von „A long way down“ vergangene Woche angelaufen. Natürlich habe ich ihn mir direkt angesehen.

Es geht um folgendes: Der Moderator Martin (Pierce Brosnan), der Pizzafahrer J.J. (Aaron Paul), die Alleinerziehende Maureen (Toni Collette) und das Politiker-Kind Jess (Imogen Poots) treffen sich zufällig an einem Silvesterabend auf dem Dach des Londoner Topper‘s Towers. Alle vier haben das gleiche Vorhaben: Sie wollen sich in die Tiefe stürzen und umbringen. Doch das Aufeinandertreffen führt dazu, dass keiner seinen Plan in die Wirklichkeit umsetzt. Stattdessen verbringen alle vier die Nacht gemeinsam auf dem Dach und erzählen sich ihre Lebensgeschichten. Bei Sonnenaufgang schließen sie einen Pakt, der ihr Überleben sichern soll – zumindest vorerst. Das Quartett gewährt sich eine Bewährungsfrist bis zum Valentinstag, um zu sehen, ob das Leben nicht vielleicht doch lebenswert ist.

Mich hat das Buch schon auf eine besondere Weise sehr fasziniert. Vier Menschen wollen ihr Leben endgültig beenden. Aus vier verschiedene Gründen und mit vier unterschiedlichen Lebensgeschichten. Da bewegt mich die Frage, was treibt einen dazu diesen nicht rückgängig zu machenden Schritt zu machen? Die Grenze des Lebens eigenwillig zu überschreiten?  Ich finde diese elementaren Fragen haben die vier Schauspieler in allen Facetten gut gezeigt und dazu in meinen Augen ihre Rollen hervorragend verkörpert. Neben den Schauspielern hat mir auch der Soundtrack sehr gut gefallen, den muss ich unbedingt mal bei youtube suchen.

„A Long Way Down“ unterhält nicht nur gut sondern erinnert einen auch an die Frage: Was macht das Leben lebenswert? Und ganz besonders: Was macht das Leben für mich lebenswert? Bin ich zufrieden oder möchte ich etwas verändern? Ist in meinem Leben Stillstand eingekehrt oder bin ich auch mal bereit, den Weg ins Ungewisse zu wagen? Das Leben ist etwas besonderes, was es zu genießen gilt und ich kann nur sagen, dass man jeden Tag das Beste daraus machen sollte, denn man weiß nie welche Überraschungen das Leben noch für einen bereit hält.

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3 Gedanken zu “A Long Way Down

  1. ha, durch Alice habe ich dich nun auch endlich wieder gefunden :-)
    Jaja, der Nick Hornby – war damals auf einer Lesung von ihm zu „A long way down“ und weiß noch wie er beim Signieren gestutzt hat als ich ihm in England meine deutsche Ausgabe unter die Nase hielt. den Film werde ich mir mal im TV zu Gemüte führen.

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