Gemeinheit.

Manche Entscheidungen an der Uni kann ich einfach nicht begreifen. Zum Beispiel haben wir bisher in einigen Seminaren 51% Anwesenheitspflicht und in anderen dürfen wir nur zweimal Fehlen. Jetzt wurde es in der letzteren Art aber noch eimal so weiter verschärft, dass wir nur noch ein einziges Mal fehlen dürfen. Beim zweiten mal fehlen muss man eine Kompensationsleistung erbringen und beim dritten Mal wird dir das Seminar nicht mehr angerechnet. Besonders ärgerlich ist es aber, wenn es sich bei solchen willkürlichen und gemeinen Entscheidungen um verbindliche Prüfungsleistungen an der Uni handelt.

In einem Didaktikmodul muss ich nach zwei Semestern eine Abschlussprüfung ablegen. Diese kann in Form von einer Hausarbeit, einer Klausur oder einer mündlichen Prüfung stattfinden. Soweit so gut.
Jedoch dürfen wir uns nicht aussuchen in welcher Form wir geprüft werden. Unfassbar, oder? Wir werden gelost!

Es wird aber noch besser, nicht nur die Art der Prüfung wird zugelost (!) sondern auch das Prüfungsthema. Das heißt ich habe mich nun zwei Semester mit einem bestimmten, vertiefenden Thema der Didaktik beschäftigt um dann in einem komplett anderen Thema und von einem fremden Dozenten geprüft zu werden.

Das finde ich einfach unfair und richtig dumm. In meinen Augen auch didaktisch komplett sinnfrei.

Ich sehe mich jetzt schon in einer mündlichen Prüfung sitzen, mit dem Dozenten der mir zu Beginn meines Studiums versichert hat, dass ich definitiv arbeitslos werde.

Möchte mir mal einer kurz den Sinn dieser Prüfung erklären?

40 Tage ohne – Fazit

Alle Ostereier sind gefunden, die Kinder glücklich, die ersten Sonnenstrahlen eingefangen und die Bäuche voll geschlagen, klingt nach Ostern. Bei diesem Osterfest habe ich das erste mal eine Fastenzeit erfolgreich abgeschlossen.

Gemeinsam mit meinen beiden Mitbewohnern habe ich in den vergangenen 40 Tagen auf Fleisch verzichtet und wir alle haben es auch ganz ohne cheaten geschafft, zumindest haben das die anderen Beiden gesagt, ich vertraue ihnen aber einfach mal ;-)
So kam es, dass wir uns heute Nacht um Mitternacht gegenseitig gratuliert haben, die Fastenzeit erfolgreich beendet zu haben. Klingt für jeden Vegetarier nun haareraufend, aber auch wenn es nur „Fleisch“ war, ein Verzicht war es trotzdem.

In der ganzen Zeit, in der wir gemeinsam gekocht haben, gab es nur ganz wenig Gericht die sich wiederholt haben. Einige besonders leckere möchte ich heute kurz vorstellen:

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Von links nach rechts:

1. Wildreis mis Spargen, Spinat <3, Tagliatelle mit getrockneten Tomaten und Zucchini & Chiabatta mit einer Frühlingszwiebel, Tomaten, Käse Füllung.

2. Salat mit Kartoffelspalten, Nudeln mit Karotten, Champignons und Zucchini, Feldsalat mit Ziegenfrischkäse, Himbeeren und Kartoffelspalten und Spaghetti mit Spargel und Käse.

Es gibt wirklich sehr sehr viele leckere vegetarische Gerichte und ich empfand es auch nicht als „Bestrafung“ auf Fleisch zu verzichten. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall bewusster darauf achten, was ich esse und woher mein Essen stammt. Fleisch ab und zu ist okay, aber nicht in Massen. Es gibt schließlich super viele vegetarische Alternativen.

Wie lief das Fasten bei euch? Habt ihr durchgehalten oder zwischenzeitlich doch mal gesündigt?

 

selbst gemachte Osterschokolade

Ich bin an Festen wie Weihnachten und Ostern ja ein großer Fan von selbst gemachten Geschenken. An Ostern soll es nur eine kleine Aufmerksamkeit sein, denn ein Fan von richtigen Geschenken bin ich an Ostern definitiv nicht. In meinen Augen artet das derzeit in unserer Gesellschaft wirklich aus. Da feiern einige Familien ein kleines, zweites Weihnachtsfest.

Da ich meinen Lieben trotzdem gerne eine kleine Freude bereite, habe ich dieses Jahr selbst kreierte Schokolade verschenkt.

Schoko

 

Im ersten Schritt wird die Schokolade geschmolzen. Wenn die Schoki auf dem Herd ist kann man schon einmal Backpapier auslegen und Dinge zum verzieren bereit legen. Ich entschied mich für folgende Verzierungsmöglichkeiten:

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Smarties, Kinderschokolade, Amarettinis, Kokosraspeln und ein paar Zuckerstreusel <3

Im nächsten Schritt habe ich die Schokolade auf dem Backpapier gleichmäßig, relativ dünn verteilt und direkt im Anschluss daran verziert. Nun muss die Schoki nur noch wieder hart werden, damit man sie dann brechen und einpacken kann.

Ich habe die Schokolade über Nacht stehen lassen, leider war sie dann immer noch nicht richtig ausgehärtet, daher musste sie dann noch einmal in den Kühlschrank.

Verpackt und dann für die Gäste versteckt kam die selbst gemachte Osterschokolade gut an :-)

Geht übrigens auch problemlos mit veganer Schokolade.

Ein letztes Mal: Semesterbeginn

Am Montag hat mein letztes Vorlesungssemester begonnen. Ich musste mich also ein letztes Mal mit den anderen Studenten um Plätze in Seminaren streiten, um Referatsthemen verhandeln und stand ein letztes Mal vor der Aufgabe, meinen Stundenplan zu konstruieren.

Ein letztes Mal habe ich gespannt in der ersten Woche in den Seminaren und Vorlesungen gesessen und mir angehört, was in dem nächsten Vierteljahr auf mich zukommt und was für Leistungen erwartet werden.

Heute ist mein letzter „erster Tag“ im neuen Semester vergangen, ab jetzt kenne ich die Veranstaltungen, weiß was erwartet wird, welche Bücher gekauft werden müssen und was am Ende des Semesters abgegeben werden muss. Ab jetzt bleibt mir das spannende Gefühl verwehrt, was den Reiz des neuen Semesters ausmacht.

Ich hoffe das Semester wird gut. Einige Seminare haben das Potential dazu. Andere zum Glück keine Anwesenheitsliste. In einem Politikseminar habe ich das große Los gezogen und darf mit einem äußerst skurrilen und politisch sehr weit von mir entfernten älteren Herren ein 90 minütiges Referat halten. Das ist wohl die größte Herausforderung dieses Semester.

Die Altlasten des letzten Semesters sind bis auf eine Klausur alle erfolgreich absolviert. Ob ich für diese Klausur noch jemals einen Klausurtermin bekomme, ist derzeit die große Frage. Eigentlich sollte die im vergangenen Oktober geschrieben werden, da war ich allerdings krank und zwar nicht „krank“ sondern krank! Mit Mittelohrentzündung und solch netten Dingen. Leider wurde mir seit dem kein alternativer Termin angeboten. Jetzt nach dem Praktikum heißt es für mich also Klinken putzen :/ Mal sehen was dabei heraus kommt.

Wie verlief euer Start in das neue Semester?

Und wann ist die Zeit denn so rasend schnell vergangen, dass mein Studium sich schon so extrem den Ende nähert?

Alltagsgeschichten

Heute morgen im Bus:

Eine ältere Frau, die scheinbar nicht wirklich gut deutsch spricht und sich sichtlich unwohl fühlt schaut kritisch in den Bus und fragt? „Bahnhof“?

Ein junger Mann bestätigt ihr, dass diese Buslinie auch zum Bahnhof fahre.

Da höre ich auf einmal zwei Mädchen im hinteren Teil des Busses kreischen: EY, voll unhöflich vallah. Die Alte hat nur gefragt Bahnhof? Und nicht richtig Frage gestellt. Darauf kichern die Beiden wie verrückte Hühner und äffen ständig „Bahnhof?“ nach.

Darauf ihre Sitznachbarin: ja, sprechen alle kein ordentliche deutsch hier, vallah.

 

♥ ich liebe Menschen, besonders morgens vor Acht Uhr und ohne Kaffe.

A Long Way Down

Gestern habe ich mir „ A Long Way Down“ im Kino angesehen und ich muss heute darüber schreiben, da mir der Film sehr gut gefallen hat und Gedanken hervorruft, die sich jeder in gewissen Abständen mal machen sollte.

Ich bin ein großer Film von Nick Hornby und habe alle seine Bücher gelesen. Ich warte schon seit einiger Zeit auf einen neuen Roman, aber leider vergeblich. Dafür ist die Verfilmung von „A long way down“ vergangene Woche angelaufen. Natürlich habe ich ihn mir direkt angesehen.

Es geht um folgendes: Der Moderator Martin (Pierce Brosnan), der Pizzafahrer J.J. (Aaron Paul), die Alleinerziehende Maureen (Toni Collette) und das Politiker-Kind Jess (Imogen Poots) treffen sich zufällig an einem Silvesterabend auf dem Dach des Londoner Topper‘s Towers. Alle vier haben das gleiche Vorhaben: Sie wollen sich in die Tiefe stürzen und umbringen. Doch das Aufeinandertreffen führt dazu, dass keiner seinen Plan in die Wirklichkeit umsetzt. Stattdessen verbringen alle vier die Nacht gemeinsam auf dem Dach und erzählen sich ihre Lebensgeschichten. Bei Sonnenaufgang schließen sie einen Pakt, der ihr Überleben sichern soll – zumindest vorerst. Das Quartett gewährt sich eine Bewährungsfrist bis zum Valentinstag, um zu sehen, ob das Leben nicht vielleicht doch lebenswert ist.

Mich hat das Buch schon auf eine besondere Weise sehr fasziniert. Vier Menschen wollen ihr Leben endgültig beenden. Aus vier verschiedene Gründen und mit vier unterschiedlichen Lebensgeschichten. Da bewegt mich die Frage, was treibt einen dazu diesen nicht rückgängig zu machenden Schritt zu machen? Die Grenze des Lebens eigenwillig zu überschreiten?  Ich finde diese elementaren Fragen haben die vier Schauspieler in allen Facetten gut gezeigt und dazu in meinen Augen ihre Rollen hervorragend verkörpert. Neben den Schauspielern hat mir auch der Soundtrack sehr gut gefallen, den muss ich unbedingt mal bei youtube suchen.

„A Long Way Down“ unterhält nicht nur gut sondern erinnert einen auch an die Frage: Was macht das Leben lebenswert? Und ganz besonders: Was macht das Leben für mich lebenswert? Bin ich zufrieden oder möchte ich etwas verändern? Ist in meinem Leben Stillstand eingekehrt oder bin ich auch mal bereit, den Weg ins Ungewisse zu wagen? Das Leben ist etwas besonderes, was es zu genießen gilt und ich kann nur sagen, dass man jeden Tag das Beste daraus machen sollte, denn man weiß nie welche Überraschungen das Leben noch für einen bereit hält.

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Die Uhren-Odyssee

Zwischen den Jahren habe ich mir bei einem Juwelier meines Vertrauens eine wunderschöne Uhr ausgesucht, die mir meine Omi zu meinem Geburtstag schenken wollte. Eine Uhr ist das perfekte Geschenk gewesen, da ich für mein Praktikum gerne noch eine schöne silberne Uhr haben wollte, damit ich meinen Silberschmuck auch im Praktikum tragen kann. Bis dahin habe ich nämlich immer meine goldfarbene Casio getragen.

10 Tage nach meinem Geburtstag funktionierte die Uhr dann nicht mehr richtig. Sie ging nach und somit fuhr ich beim Juwelier vorbei und ließ die Batterie wechseln. Nach so kurzer Zeit ärgerlich, aber gut wer weiß wie lange die Uhr schon vor Ort lag und Niemand sie zu schätzen wusste.

Eine Woche später ist der gleiche Fehler erneut aufgetreten. Grr. Also wieder zu dem Juwelier und nach Hause bin ich mit der Hiobsbotschaft gegangen, dass die Uhr eingeschickt werden musste. Die Uhr war damit vier bis sechs Wochen weg.Eine Woche vor Ende des Praktikums habe ich die Uhr abgeholt und sie ganze ZWEI Tage getragen, bis sie wieder nachging und die Schüler leicht angenervt waren, dass ich sie viel zu spät in ihre verdiente Pause geschickt habe.

Ich bin dann erneut in das Geschäft und wollte eine neue Uhr bekommen oder das Geld zurück, denn es hat mir wirklich gereicht und ich war sehr enttäuscht. NATÜRLICH haben sie die Uhr nicht noch einmal gehabt und mir wurde versprochen, dass sie eine neue Uhr bestellen und ich sie dann zugeschickt bekomme, damit ich nicht zum gefühlten hundertsten mal vorbeikommen muss. Denn natürlich ist das Geschäft nicht in meinem Städtchen ansässig.

Heute – 10 Tage nach dem letzten Besuch, hatte ich die Uhr selbstverständlich nicht im Briefkasten sondern eine SMS im Posteingang, dass ich die Uhr abholen könnte. Erneutes Grr. Dann bin ich also wieder hingefahren und dann wollten mir die total arrogante Frau  mir keine neue Uhr geben, sondern das neue Uhrwerk an das alte Armband befestigen. WTF?! Ich dachte die gute Frau will mich auf den Arm nehmen. Ich wurde also deutlich denn ich war wirklich verärgert, einen Kompromiss habe ich in diesem Fall nicht eingesehen! Also entweder sie gebe mir die vorhandene neue Uhr oder ich möchte mein Geld komplett zurück und gratis dazu ein Gespräch mit der Filialleiterin. Was ist das denn bitte für ein bescheidener Kundenservice?
Daraufhin wurde sie dann ziemlich pampig, die Filialleiterin hat es von sich aus mitbekommen und kam auf uns zu. Sie verstand das Problem und mein Ärgernis und hat die Angestellte angewiesen die Uhr sofort auf meine Größe einzustellen. Zusätzlich habe ich einen Kaffee und eine Gutschrift für das nächste Wechseln der Batterie bekommen. Den ganzen Zirkus hätte man sich sparen können, wenn sie ein wenig freundlicher gewesen wäre.

Gerade sitze ich zufrieden mit meiner Uhr zu Hause und wünsche mir wirklich, dass diese Uhr nun einfach funktioniert und ich nicht ein achtes(!) Mal zu dem Juwelier 25km entfernt fahren muss.

♥