Mein erster Vertretungsunterricht an der Förderschule

Heute war ein aufregender und chaotischer Tag zugleich. Heute Morgen habe ich Psychologie geschrieben, es war ganz okay. Manche Fragen waren ziemlich fies gestellt, ich hoffe ich habe keine Flüchtigkeitsfehler gemacht ;-) Prinzipiell bin ich jetzt aber erst mal froh, dass ich ein bisschen zu Ruhe kommen kann, bevor ich ins Praktikum starte!

Alles rund um Lernstörungen

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Noch vor der Klausur klingelte mein Handy und ich war etwas überrascht, wer mich denn um halb acht wohl anrufen würde. Schließlich war es Barbara, sie ist die stellvertretende Schulleiterin an der Schule, wo ich mich vor kurzem als U+ Kraft beworben habe. U+ soll eine Unterrichtsgarantie darstellen, somit soll in den Klassen der Unter- und Mittelstufe kein Unterricht mehr ausfallen, deshalb werden Studenten eingesetzt um eben diesen Unterricht zu vertreten. Bei dieser Schule handelt es sich um eine Förderschule, wo verhaltensauffällige und geistig- und körperlich behinderte Kinder zusammen unterrichtet werden.

Heute durfte ich Kunst vertreten, das ist generell immer recht dankbar, da die Kids meistens eine Aufgabe haben, an der sie weiter arbeiten können. Leider war das nicht der Fall. Mir wurde daher aufgetragen, dass ich mit ihnen in den Computerraum gehen soll und mit dem Programm Paint arbeiten lassen soll. Ich befürchtete ja schon, dass die Schüler mich auslachen werden, aber nachdem geklärt war, dass es keine Ausflüge auf Facebook oder andere anrüchige Seiten drin sind, waren sie dann doch zu begeistern.

Ich habe ihnen das Programm ein bisschen erklärt, sie durften ein bisschen ausprobieren und dann haben wir Bilder zu bestimmten Themen gestaltet. Erst zum Thema Gott (das haben sie sich ausgesucht), dann zum Thema Liebe/Valentinstag, zum Thema Olympia und schließlich zu der Schule selbst.

Ich würde behaupten es lief ganz okay, aber die waren immer so verdammt unruhig. Sie waren ständig auf Achse, haben sich beleidigt und jeden Moment abgepasst, in dem sie irgendwie quatsch machen konnten. Mal von den ständigen zweideutigen Kommentaren zu schweigen! Als wir wieder in den Klassenraum gegangen sind, kamen auch die Kids wieder, die zu dem Zeitpunkt in der Krankengymnastik waren und in einem Moment der Ruhe sagte Gattek zu mir, dass es lieber nicht wissen möchte, was ich gerade über die Klasse denke, da mussten wir dann alle schmunzeln. Ich habe ihnen noch einen schönen Tag gewünscht und habe sie in den wohlverdienten Feierabend entlassen.

Es war nur zwei Stunden und es waren meistens nur 6 Schüler und eine Schülerin und trotzdem war ich echt k.o., ich bewundere wirkliche alle Lehrer/innen, die an Förderschulen unterrichten! Ihr seid spitze! :-)

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